Heuschreckenplage & Corona-Maßnahmen bedrohen Ernährungssicherheit

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Heuschreckenplage & Corona-Maßnahmen bedrohen Ernährungssicherheit

Dr-Seraphine-Buero-Nyabondo

Foto: Sr. Seraphine in ihrem Büro in Nyabondo, wo sie die Spenden an bedürftige Kinder aus dem Patenschaftsprojekt und Kinderförderprogramm verteilt.

Coronavirus in Kenia – Am schlimmsten ist der Hunger

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Kenia sind verheerend, auch wenn die offiziellen Fallzahlen weiterhin gering bleiben. In einem Land, in dem 47% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben, verhindern strenge Maßnahmen der Regierung, dass die Menschen ihrer Arbeit nachgehen. Märkte wurden geschlossen und eine Sperrstunde von 19:00Uhr bis 5:00 Uhr erschwert das Betreiben von Handel und Kleingewerbe. Die Menschen leiden besonders unter den von der Regierung eingeführten Maßnahmen wie der abendlichen Sperrstunde und der Schließung von Märkten und Kleingewerbe.

 

Heuschreckenplage und Verlust von Anbaufläche

Die Problematik um die Ernährungssicherung ist allerdings noch weitaus komplexer. Durch den Klimawandel bedingte, starke Regenfälle zerstörten Ende 2019 landwirtschaftliche Nutzflächen und Infrastruktur. Teile des Landes sind zudem bereits seit Monaten von einer Heuschreckenplage betroffen, die die Ernten zerstört.

 

Ernährungssicherung ist bedroht

Viele Menschen in Kenia sagen, dass sie lieber an einer Infektion mit dem Coronavirus sterben würden, als zu verhungern. Diese Bedrohung ist für sie realer als der Virus. Kinder armer Familien leiden besonders. Normalerweise werden sie in den jetzt geschlossenen Schulen mit regelmäßigen Mahlzeiten versorgt, die sich Zuhause niemand leisten kann. Schlagzeilen in den nationalen Medien machte vor kurzem ein Bericht über eine Mutter, die Steine kochte, um ihre Kinder zu überzeugen, dass sie etwas zu essen bekommen und sie so zu beruhigen und von ihrem Hunger abzulenken.

Foto: Kinder in Nyabondo kochen gemeinsam auf der Straße eine Mahlzeit mit dem Wenigen, das sie finden können. Wenn es zu Hause nicht genug zu essen gibt, schließen sie sich zusammen und jeder steuert eine Kleinigkeit bei.

Soforthilfe für die Ärmsten in der Bevölkerung

Dentists for Africa hat in den vergangenen Wochen insgesamt 35.000 Euro für die Soforthilfe für Waisenkinder ausgegeben. 680 Kinder und ihre Erziehungsberechtigten erhielten zudem kostenlose Mundschutzmasken, die von Witwenkooperative genäht wurden. An 270 besonders bedürftige Kinder wurden zusätzlich Mais und Bohnen verteilt, ebenso an 250 Mitglieder der Witwenkooperative, die derzeit kaum in der Lage sind, ihre Familien zu ernähren.

Für die Zukunft sind weitere Projekte in diesem Bereich geplant. Dabei soll weiter besonders auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Derzeit bemüht sich DfA um Fördermittel für ein Projekt, durch das 500 in Armut lebenden Kindern mit Essensausgaben geholfen werden soll. In diesem Rahmen ist geplant auch Samen für Bohnen und Mais, sowie Düngemittel auszugeben. Außerdem werden die Kinder die Möglichkeit haben an einem Seminar teilzunehmen, wo sie landwirtschaftliche Anbaumethoden lernen. Sie sollen so die Fähigkeit erhalten sich langfristig durch selbst angebaute Lebensmittel zu ernähren.

Für die Projekte im Rahmen der Ernährungssicherung für Kinder sammeln wir weiterhin Spenden. Gerne können Sie das Spendenformular auf unserer Website nutzen. Bitte unterstützen Sie uns auch, in dem Sie dieses Anliegen an Freunde und Bekannte weitertragen.

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