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Zahnärztliches Präsenzseminar in Kenia

Die Teilnehmer des zahnärztlichen Präsenzseminar in Nakuru. Darunter Zahnärzte, Community Oral Health Officer und Zahntechniker, die alle in den DfA-Zahnstationen arbeiten.

16 junge Kenianer haben sich vor dem Apex Resort in Nakuru versammelt. Unter ihnen sind Community Oral Health Officer, Zahntechniker und Medical Engineers aus verschiedenen Regionen in Westkenia. Sie unterhalten sich lebhaft, umarmen sich. Die Mitarbeiter der Zahnstationen, die zu diesem zahnärztlichen DfA-Seminar vom 10.-13. Juni angereist sind, haben sich lange nicht mehr persönlich gesehen. Es ist das erste Seminar seit März 2020. Die Freude ist groß. Ihre Arbeit war durch die Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten stark beeinträchtigt. Nun freuen sie sich auf die fachliche Weiterbildung.

Stark durch gemeinsames Sparen

Noch am Abend ihrer Ankunft im Apex Resort treffen sie sich zu einer wichtigen Arbeitsgruppe, die erstmal nichts mit Zahnmedizin zu tun hat. Es geht um die Gründung eines SACCO – einer sogenannten Savings and Credit Co-Operative Society. Diese Organisationsform ist in Kenia sehr beliebt. Da in diesem Land nur wenige Menschen einen formalen Arbeitsplatz haben, schließen sich viele zusammen, um gemeinsam Geld zu sparen. In einen SACCO zahlen die Mitglieder monatlich Beiträge ein und können bei Bedarf Kredite nehmen. Nur so ist es ihnen möglich, größere Investitionen zu tätigen, beispielsweise ein eigenes Unternehmen aufzubauen oder einen Computer zu kaufen. Auch die Mitarbeiter der DfA-Zahnstationen haben diese Organisationsform gewählt, um berufliche und private Zukunftspläne umzusetzen.

Zahnärztin Dorcas und Community Health Officer Anthony beim zahnärztlichen Seminar in Nakuru im Juni 2021.

Verbesserung der Dienstleistungen in den Zahnstationen

In den nächsten Seminartagen diskutieren die Teilnehmer unter anderem, wie man die Leistungsfähigkeit der Zahnstationen verbessern könnte. Wie gelingt es, mehr bedürftige Patienten zu behandeln und gleichzeitig mehr Umsatz zu machen? Gemeinsam einigte man sich darauf, die angebotenen Dienstleistungen effektiver zu bewerben. Beispielsweise am Sonntag nach der Kirche. Auch Mütter sollen direkt in den Entbindungsstationen der Krankenhäuser angesprochen und für die Bedeutung der Zahngesundheit sensibilisiert werden. Die Vorsorge bei Kindern ist ein besonderer Schwerpunkt der DfA-Arbeit.

Orale Pathologie und Arbeitsalltag während der Corona-Pandemie

Dr. Kabubei von der Moi University School of Dentistry in Eldoret, mit der DfA bereits seit 2018 zusammenarbeitet, hielt zum Thema Orale Pathologie einen Vortrag und stellte sich den Fragen der Teilnehmer. COVID-19 und die Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeit in den Zahnstationen waren weitere wichtige Themen dieser Seminartage. Wie sie sich bei der Arbeit noch besser vor Corona schützen können und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, erläuterte Ruth Onyango, Mitarbeiterin des Gesundheitsministeriums.

„Es war eine wirklich große Freude, wieder als DfA-Familie zusammenkommen zu können“, sagt Alex Omollo, der als Community Oral Health Officer in Kisii arbeitet. „Das Seminar hat mich aber auch beruflich weitergebracht. Besonders interessant fand ich die Informationen zur Behandlung von schwangeren Frauen. Diese Thematik ist in meinem Berufsalltag von großer Relevanz“.

Finanziert wurde das Seminar aus Fördermitteln der Initiative Klinikpartnerschaften (GIZ).

 

 

 

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