Witwenkooperative näht und verteilt 4.200 Masken

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Witwenkooperative näht und verteilt 4.200 Masken

Jugendliche in Nyabondo bei der Feldarbeit. Sie haben Masken aus Karton selbst gebastelt, weil sie es sich nicht leisten können eine Schutzmaske zu kaufen.

Geschäftstüchtigkeit in schwierigen Zeiten

Als im März 2020 in Kenia die ersten Fälle des Coronavirus bekannt wurden, reagierte die Regierung mit strengen Maßnahmen, die das öffentliche Leben stark einschränkten. So verloren auch die Witwen der Kooperative St. Monica Village ihre Haupteinnahmequellen. Ihren Cateringservice mussten sie erstmal ganz einstellen.

Foto: Patenkinder und ihre Guardians bei der Abholung der Corona-Nothilfe in Nyabondo. Alle erhielten eine von den Witwen genähte Maske.

Doch mit viel Kreativität und Eigeninitiative entstand aus dieser schwierigen Situation schnell ein neuer Geschäftszweig. Da die Preise für Schutzmasken schnell anstiegen und die Versorgungslage knapp wurde, begannen die Witwen selbst Masken zu nähen. Material und Arbeitslohn für 3000 Masken wurde zunächst durch DfA finanziert. Sie wurden an die Kinder im Patenschaftsprojekt und im Kindergarten des Witwendorfes verteilt. Außerdem erhielten die Witwen selbst und ihre Familien Masken, sowie etwa 250 bedürftige und alte Gemeindemitglieder. Viele Menschen in der Region können es sich gar nicht leisten Masken zu kaufen. Die Ausgabe der selbstgenähten Schutzmasken wurde daher sehr gut angenommen und half den Menschen sich sicherer zu fühlen.

1500 Masken wurden an das St. Joseph Krankenhaus in Nyabondo abgegeben. Denn auch die Krankenhäuser haben zu wenig Schutzausrüstung, um sich auf die Ausbreitung der Pandemie vorzubereiten. Weitere 50 Masken wurden von einem Lokalpolitiker gekauft. Insgesamt haben die Witwen 4235 Masken hergestellt und verkaufen sie weiterhin in Nyabondo und der Region. So konnten sie sich in dieser schwierigen Zeit eine neue Einnahmequelle erschließen.

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