Kinderförderprogramm ermöglicht Grundschulbesuch

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Kinderförderprogramm ermöglicht Grundschulbesuch

150 Waisenkinder erhielten am 25. Februar Schulausrüstung, Schuhe, Socken und Schultaschen, um ihnen den Besuch der Grundschule zu ermöglichen.

Statt in der Schule lernen zu können, werden Kinder aus armen Verhältnissen in Kenia oft nach Hause geschickt. Ihnen fehlen Unterrichtsmaterialien und andere Ausrüstung. Eigentlich, ist zumindest die Grundschule in Kenia kostenlos, aber leider weder das Material noch die vorgeschriebene Schuluniform. Deshalb hat Dentists for Africa 2018 das Kinderförderprogramm ins Leben gerufen. Das Programm ermöglicht weiteren 150 Kindern den Schulbesuch, die nicht im Patenschaftsprojekt sind. Sie erhalten so die notwendige Schulkleidung, Bücher und Hefte.

Die Kinder, die von dem Programm profitieren, werden von den Witwen der Kooperative St. Monica Village ausgewählt. Es sind Waisen und sie leben meist bei Verwandten, die bereits mehrere andere Kinder versorgen müssen. Manche wohnen bei sehr alten Großeltern, die sich kaum noch selbst versorgen können. Ausbildung und Schulbesuch treten in diesen schwierigen Verhältnissen in den Hintergrund. Viele dieser Kinder können nicht einmal die Grundschule abschließen und haben dadurch kaum eine Chance dem Kreislauf der Armut zu entkommen.

Raus aus der Hoffnungslosigkeit

Zu Beginn des Programms gingen die ausgewählten Kinder im Durchschnitt nur an elf von zwanzig Tagen im Monat zur Schule. Eine Befragung legte die Gründe für das Fehlen in der Schule offen: Mangelernährung, fehlende Schuluniformen, Krankheit, fehlende Grundversorgung und fehlende Schulmaterialien. Erscheinen die Kinder mit zerrissener Uniform oder ohne Hefte an der Schule, werden sie von den Lehrern wieder heimgeschickt.

Foto: Die 10-jährige Wendy kann endlich wieder regelmäßig zur Schule gehen.

DfA hat daher seit 2019 mehrere Essensausgaben für die Kinder organisiert und Schuluniformen und Schulmaterialien verteilt. Ziel ist, ihnen dabei zu helfen zumindest die Grundschulausbildung abzuschließen, die in Kenia acht Jahre dauert. Kindern, die gute Leistungen erbringen, wird darüber hinaus auch der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht. Derzeit besuchen bereits neun Kinder die Secondary School. Bezuschusst wurde das Projekt bereits mehrfach von der E.O. Stiftung. Die Aumund-Foundation hat im vergangenen Jahr Stipendien für acht weitere Kinder bewilligt. Darüber hinaus wird das Projekt aus Spenden über DfA finanziert.

Kinder blühen auf

Am 25. Februar wurden an alle 150 Kinder erneut Schultaschen, Pullover, Schuhe, Socken, Hefte, Radiergummis und Stifte ausgegeben. Einige Tage später hat unser Team die Kinder an ihren Schulen besucht. Alle Kinder waren im Unterricht. Begeistert erzählte die zehnjährige Wendy, die bei ihrer Großmutter lebt, wie wohl sie sich fühlt in ihren neuen Schuhen und mit ihrer Schultasche. Im ersten Monat seit der Wiedereröffnung der kenianischen Schulen am 4. Januar war Wendy nur an sechs Tagen zur Schule erschienen. Ihre Lehrerin Miss Alice berichtet, dass Wendy sichtbar aufgeblüht sei und sich deutlich mehr am Unterricht beteilige.

Für dieses Projekt sammeln wir weiterhin Spenden. Hier geht’s zur Spendenkampagne: https://www.betterplace.org/de/projects/70607-zugang-zu-bildung-fuer-150-alleinlebende-waisenkinder-in-kenia oder direkt zum Spendenformular auf unserer Website.

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