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COVID-19 Prävention auf dem Motorrad

Sr. John Mary und Sr. Rose mit den Motoradfahrern beim COVID-19 Aufklärungsseminar am 15. März 2021 in Asumbi, Homa Bay County in Kenia.

„Lieber sterbe ich an Corona, als dass ich verhungere“, sagen hier viele Menschen. Die Bedrohung durch die Corona-Pandemie ist in den ländlichen Regionen Kenias für die meisten abstrakt. Die wirtschaftlichen Folgen, die durch die Einschränkungen hervorgerufen wurden, sind hingegen sehr präsent. Die Menschen kämpfen um das tägliche Überleben, viele hungern. COVID-19 tritt da in den Hintergrund. Und getestet wird sowieso kaum.

Die dritte Welle in Kenia

Doch nun breitet sich auch in Kenia eine dritte Welle aus. Von Dezember bis Februar waren die Fallzahlen noch relativ niedrig. Für Gesundheitseinrichtungen, die oft dazu gezwungen sind, die Pandemie ohne die so wichtige Schutzausrüstung zu bekämpfen, ist das eine große Herausforderung. Immer mehr Ärzte und Pfleger sterben an COVID-19: Bis Dezember 2020 bereits 13 Ärzte und 26 Pfleger. Für Kenia – hier kommen auf 100.000 Einwohner nur 17 Mediziner – ist das eine Katastrophe. Viele Mitarbeiter im Gesundheitssektor sind nicht mehr bereit unter diesen Umständen zu arbeiten und drohen mit Streiks.

Foto: Die Teilnehmer eines Seminars zum Thema COVID-19 Prävention in Asumbi.

COVID-19 Prävention in lokalen Gemeinden

Dentists for Africa setzt sich daher verstärkt auch für COVID-19 Prävention ein. Von November 2020 bis April 2021 läuft in Asumbi ein Pilotprojekt, das von der apoBank-Stiftung bezuschusst wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium werden Weiterbildungsseminare für die etwa 80 Mitarbeiter des Krankenhauses organisiert. Themenschwerpunkt ist nicht nur Corona, sondern auch der Umgang mit anderen ansteckenden Krankheiten im Arbeitsalltag. Über die Weiterbildung der Krankenhausmitarbeiter hinaus setzt das Projekt auch auf die Aufklärung von einflussreichen Gemeindemitgliedern wie zum Beispiel Chiefs und Sub-County Chiefs. So können sie ihre Mitbürger besser darüber informieren, wie gefährlich die Pandemie für sie ist und wie sie sich schützen können.

COVID-19 is real. Stay safe!

Obendrein gab es in der vergangenen Woche Seminare für Motorradfahrer. Motorräder sind ein beliebtes Transportmittel, vor allem in ländlichen Regionen Kenias. Die Fahrer wurden für die Gefahren durch COVID-19 für sich und ihre Passagiere sensibilisiert. Denn mit verantwortungslosem Verhalten können sie leicht zur Verbreitung von Krankheiten beitragen. Alle Motorradfahrer haben bei den Seminaren Reflektoren mit der Aufschrift: „Asumbi Mission Hospital: COVID-19 is real. Stay safe!“ erhalten. So tragen sie auch zur Aufklärung bei und stärken das Bewusstsein der Gefahr durch die Pandemie in ihren Gemeinden. Die Motoradfahrer wurden zudem über Mundhygiene aufgeklärt.

Ein ähnliches Projekt ist im Rahmen der Initiative Klinikpartnerschaften (GIZ) ab April an drei weiteren Krankenhäusern in Kenia geplant.

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