Jahrelang wurde Jeffrey wegen ihrer auffälligen Zähne gehänselt. Erst bei einem Schulbesuch von Dentists for Africa wurde erkannt, was hinter der Zahnfehlbildung steckte – und dass ihr geholfen werden konnte. Dazu tragen auch Erlöse aus gespendetem Zahngold und anderen Edelmetallen bei.
Jeffrey wurde bei einem regulären Schulbesuch von Dentists for Africa entdeckt. Sie lebte überwiegend bei ihrer Großmutter, da ihre Mutter früh morgens zur Arbeit ging und erst spät nach Hause kam. Mit dem Verkauf von Fisch verdiente sie den Lebensunterhalt für die Großfamilie. Für die notwendige zahnmedizinische Behandlung ihrer Tochter reichte das Einkommen nach ihrer Aussage nicht aus.
Erst die Untersuchung in der Schule brachte Klarheit über Jeffreys Zahnfehlbildung. Für das Mädchen selbst gehörten die Folgen allerdings schon lange zum Alltag. Seit Beginn ihrer Schulzeit wurde sie wegen ihrer auffälligen Zähne gehänselt. Sie lächelte kaum offen und hielt sich beim Lachen häufig die Hand vor den Mund. Jeffrey erzählt, wie sehr sie das belastete: „Meine Mitschüler nannten mich ‚Peg-shaped teeth‘ (übersetzt ‚Zapfenzähne‘). Das hat mich psychisch sehr belastet und ich konnte mich im Unterricht nicht richtig konzentrieren. Wenn ich lächelte, hielt ich immer die Hand vor den Mund.“
Die Röntgenaufnahme brachte Klarheit
Eine Röntgenuntersuchung zeigte, dass gutartige Zahngewebewucherungen den Durchbruch der bleibenden Zähne behinderten. Die Aachener Oralchirurgin und DfA-Einsatzleistende Dr. Marie Sophie Katz leistete zu diesem Zeitpunkt einen freiwilligen Einsatz in der DfA-Zahnstation Nyabondo und konnte diese bei einem chirurgischen Eingriff entfernen. Anschließend setzte sie einen Draht ein, um den Durchbruch der bleibenden Zähne zu unterstützen. Später übernahmen der deutsche Zahnarzt und Einsatzleistende Dr. Gerd Hase und das kenianische Team der DfA-Zahnstation in Nyabondo die notwendigen Verlaufskontrollen.
Für Jeffrey brachte bereits der erste Behandlungsschritt eine große Erleichterung. Durch die Röntgenaufnahme und die Erklärungen des zahnmedizinischen Teams verstand sie außerdem erstmals, was hinter ihrer Zahnfehlbildung steckte und dass eine weitere Verbesserung möglich ist: „Als die auffälligen Zähne entfernt waren, war ich erleichtert. Zumindest wurde ich nicht mehr wegen ihrer Form verspottet. Die Erklärung des Zahnarztes und die Röntgenaufnahme haben mir Hoffnung gegeben, dass meine Zähne irgendwann durchbrechen werden. Deshalb bin ich optimistisch – auch wenn es lange dauern sollte.“
Die Behandlung geht weiter
Jeffreys Behandlung ist noch nicht abgeschlossen. Die bleibenden Zähne zeigen Anzeichen des Durchbruchs, entwickeln sich jedoch langsamer als erhofft. Weitere Kontrollen und Behandlungen sind vorgesehen.
Dass ihr Problem überhaupt erkannt wurde, verdankt sie dem zahnmedizinischen Schulprogramm von Dentists for Africa: „Ich bin Dentists for Africa sehr dankbar für das Schulprogramm. Dadurch wurde meine Situation überhaupt erst erkannt und die notwendige Behandlung begonnen.“
Jeffreys Geschichte zeigt damit auch, warum die Schulprogramme ein wichtiger Teil der zahnmedizinischen Arbeit von Dentists for Africa sind. Die Teams kommen direkt zu den Kindern, untersuchen und behandeln sie und entdecken dabei auch Probleme, mit denen Familien zuvor keine Zahnarztpraxis aufgesucht haben.
Mit Zahngold zahnmedizinische Hilfe unterstützen: Edelmetallspenden aus deutschen Zahnarztpraxen und von Privatpersonen tragen dazu bei, diese zahnmedizinische Arbeit in Kenia zu finanzieren. Auch eine alte Krone oder Brücke, die nicht mehr gebraucht wird, kann so noch etwas bewirken. Zahnarztpraxen können unkompliziert für Dentists for Africa sammeln. Auch Privatpersonen können Zahngold und andere Edelmetalle direkt an uns spenden.
