
Am Weltfrauentag 2026 richtet sich der Blick auf Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen weltweit. In Nyabondo, Kenia, wird genau das konkret gelebt: Der Versammlungsraum der Witwenkooperative St. Monica Village ist gut gefüllt mit jungen Müttern – die Mehrzahl selbst erst zwischen 15 und 18 Jahren alt – und ihren Babys. Einige der Jüngsten liegen ruhig schlafend im Arm ihrer Mutter oder auf einer kuscheligen Decke am Boden. Währenddessen hören die Frauen aufmerksam zu, tauschen Erfahrungen aus und stellen Fragen. Hier entsteht ein geschützter Raum, getragen von Solidarität unter Frauen – und von der Überzeugung, dass Gemeinschaft stärker ist als Stigmatisierung.
Eine frühe Schwangerschaft bedeutete für viele Mädchen Schulabbruch, gesellschaftliche Stigmatisierung und den Verlust familiärer Unterstützung. Gleichzeitig erleben auch Witwen in ihrer Gemeinschaft soziale Isolation. Das Projekt der Witwenkooperative bringt beide Gruppen zusammen. Seit November 2024 begleiten die Witwen junge Mütter mit Counselling, monatlichen Seminaren und Workshops. Themen wie mentale Gesundheit, Familienplanung, Menstruationshygiene und Selbstbestimmung stehen im Mittelpunkt. Regelmäßig nehmen 30 bis 50 junge Frauen mit ihren Babys teil. Über 200 junge Mütter konnten bereits erreicht werden. Dentists for Africa unterstützt das Projekt finanziell.
Hilfe zur Selbsthilfe – praktisch und stärkend
Ein wichtiger Baustein ist die gemeinsame Herstellung wiederverwendbarer Stoffbinden und Babywindeln. Das reduziert laufende Kosten, verbessert die Hygiene und schafft Perspektiven für ein eigenes Einkommen. Vor allem aber erleben die jungen Frauen Selbstwirksamkeit: Sie lernen, gestalten, unterstützen sich gegenseitig.
Die Gemeinschaft hilft, Stigmatisierung nicht als persönliches Versagen zu begreifen, sondern als gesellschaftliches Problem – und daran zu wachsen.

Gerade am Weltfrauentag zeigt dieses Projekt: Veränderung entsteht dort, wo Frauen einander zuhören, Wissen teilen und Verantwortung füreinander übernehmen.
👉 Unterstützen Sie das Witwenprojekt und damit junge Mütter in Kenia. Jede Spende stärkt Selbstbestimmung, Bildung und Zukunftsperspektiven.
