Dr. Christoph Herzog engagiert sich seit vielen Jahren für Dentists for Africa. Im Februar 2026 reiste er gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Eva Mirow erneut nach Nyabondo im Westen Kenias – für ihn bereits der vierte Einsatz in der Region.
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich die Region entwickelt hat“, berichtet er. „Wo wir früher stark improvisieren mussten, stehen heute deutlich bessere Strukturen: Die Zahnstation ist gewachsen, die Abläufe sind organisierter, und es gibt mehr Möglichkeiten, Patientinnen und Patienten zu versorgen. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung groß – viele kommen erst, wenn die Schmerzen unerträglich sind. Oft bleibt dann nur noch die Zahnentfernung als günstigste Behandlung.“
Ausbildung vor Ort – Hilfe zur Selbsthilfe
Ein zentraler Ansatz von Dentists for Africa ist für ihn die Ausbildung einheimischer Fachkräfte. „Unsere kenianischen Kolleginnen und Kollegen tragen die Versorgung – wir unterstützen und lernen voneinander.“ So konnte er bei den mobilen Einsätzen erleben, wie die COHOs (Community Oral Health Officer) Josephine und Wycliff innerhalb weniger Minuten eine Geburtsstation in eine provisorische Zahnstation umfunktionierten, um Menschen in entlegenen Dörfern kostenlos zu behandeln. Besonders bei komplexeren Fällen half ihre Erfahrung, Behandlungen erfolgreich durchzuführen.
Schulbesuche sind die Grundlage für Prophylaxe: „Die Kinder werden nach einer Unterweisung in Zahnputztechniken klassenweise untersucht, und bei Behandlungsbedarf an den darauffolgenden Tagen in der nächsten Zahnstation behandelt – dank der Unterstützung von Dentists for Africa kostenfrei.“




Persönliche Begegnungen, die bleiben
Neben der medizinischen Arbeit sind es für ihn vor allem die persönlichen Begegnungen, die bleiben. Bei Schulbesuchen und im Witwendorf übte er mit den Kindern spielerisch Tiernamen auf Englisch und Swahili – ein kleines Spiel mit Tierfiguren sorgte für strahlende Gesichter und großen Spaß, selbst bei den Jüngsten. „Es ist erstaunlich, wie wenig es manchmal braucht, um große Freude zu schenken.“
Zehn Jahre Fortschritt sichtbar machen
Auch strukturell hat sich viel verändert: neue Klinikgebäude, befestigte Straßen, moderne Behandlungsräume – und doch gibt es weiterhin Herausforderungen bei Finanzierung und Nutzung. Als jemand, der Nyabondo über zehn Jahre hinweg regelmäßig besucht, kann Dr. Herzog die Fortschritte direkt vergleichen: „Ich habe miterlebt, wie aus einer provisorischen Zahnstation heute ein professionell geführtes Zentrum geworden ist, das selbstständig betrieben wird und die lokale Bevölkerung Schritt für Schritt unabhängiger versorgt. Die Entwicklung über die Jahre zu beobachten zeigt mir, dass nachhaltige Hilfe wirkt – und macht jeden Einsatz noch wertvoller.“
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